Kreatives Schreiben als Kulturtechnik mit Alexander Graeff/Berlin

Wochenendkurs an der Akademie vom 17.-19.4.2015

 

EH 3155P

Kreatives Schreiben – Selbsterfahrung in der Schreibgruppe

Schreibgruppenleiter: Dr. Alexander Graeff/Berlin

Schreiben ist eine Kulturtechnik, die nicht einfach nur Texte erzeugt. Schreiben, insbesondere formbefreites Schreiben, ist eine Technik, die mittelbar via Sprache auf das schreibende Selbst verweist. Jeder Text als Ergebnis eines Schreibprozesses ist ein Kondensat individueller und kollektiver, bewusster und unbewusster Aspekte des schreibenden Selbst.

Findet der Schreibprozess im kreativen, spielerischen Setting statt, können diese Aspekte ungleich intensiver erlebt werden und den Schreibenden in den Modus der Selbsterfahrung versetzen. Mittels Schreibprozess sind facettenreiche Erfahrungen möglich, die Zugänge zum Selbst eröffnen sowie unbekannte Anteile des Selbstes sichtbar machen können.

Der Wochenendkurs bietet gruppenbezogene Schreibspiele. Ziel ist es, dass sich die Teilnehmenden vom überrationalisierten Sprachduktus lösen und sich von strikter Formbindung während des Schreibens befreien. Ein so gefördertes Schreiben wird als Selbstreflexion und als stabilisierende Rückschau erfahren – ohne allzu umfangreiche Gespräche.

Der Kurs versteht sich zu keiner Zeit als ein Anliegen literarischer Ambition und Produktion. Das schreibende Subjekt steht im Fokus und ebenso auch die durch das kreative Schreiben erreichte
Normentlastung und Zweckbefreiung.

4 Schreibgruppeneinheiten á ca. 90 Minuten:
Freitag, 17. April 2015, 18:00 Uhr (Kurze Einführung, 1. Einheit),
Samstag, 18. April 2015, 11:00 Uhr (2. Einheit), 15:00 Uhr (3. Einheit),
Sonntag, 19. April 2015, 11:00 Uhr (4. Einheit und Abschlussfeedbackrunde).
Max. Gruppengröße: 8 Personen

Zur Leitung:

Alexander Graeff ist Schriftsteller und Philosoph. Er studierte Wirtschafts-, Ingenieur-, Erziehungswissenschaften und Philosophie in Karlsruhe und Berlin. Promotion zum Dr. phil. im Bereich ästhetische Bildung, Bildungstheorie und Kunstpädagogik. Ergebnisse seiner Schöpfungsprozesse sind gleichermaßen philosophische sowie belletristische Texte. Grundlage seiner philosophischen Arbeiten ist eine konstruktivistische Weltauffassung, Themen sind meist existenzielle Lebenserfahrungen. Seine erzählende Prosa ist surreal. Alexander Graeff arbeitet als Honorardozent für Ästhetik, Ethik und Pädagogik an unterschiedlichen Hochschulen, als Ausbilder für

Kreatives Schreiben und Schreibtherapie sowie als Seminarleiter für Schreibgruppen mit erwachsenenbildendem Schwerpunkt.

Mehr Information: http://alexander-graeff.blogspot.de

Veranstalter: Akademie www.evolutionofmankind.org
Cordula Delia Frei

Anmeldung: christina.tradt@gmail.com