Im Spiegel der Liebe

Die Entwicklung der Beziehungsstruktur auf Erden…

Übermittelt von Cordula Mears-Frei

Die Zeiten der herkömmlichen „Geschäftsbeziehungen“ sind vorbei. Der Deal „Ich gebe dir ein wenig von dem, dafür gibst du mir ein bisschen davon“ haben ihre Wirkkraft verloren. Dies gilt in Geschäftsbeziehungen, in der Wirtschaft, wie auch in Beziehungen mit Kindern oder zwischen Partnern.

Ihr habt dieses Spiel lange geübt und gut gespielt. Wenn etwas perfekt wird, verliert es seine Kraft und die Evolution zwingt euch in eine neue Entwicklungsstufe.

Diese neue Form von Beziehung beinhaltet absolute Freiwilligkeit. Und ; absolute Verantwortlichkeit. Dadurch, dass offenbar werden wird, wie alles was ist, eine direkte Antwort ist zu dem, was DU bist. Das Schuldspiel wird aufhören und das Opfer/Tätersystem funktioniert in Kürze nicht mehr. Nicht zwischen Patient und Arzt , nicht zwischen Schüler und Lehrer, nicht zwischen Eltern und Kind . Ihr könnt das an euren Kindern beobachten; sie spielen schlichtweg nicht mehr mit, stossen euch zurück und verzichten lieber auf einige Nettigkeiten, als sich in diesen Strukturen einfangen zu lassen. Beziehung beruht heute auf Gemeinschaftlichkeit- auf Ebenbürtigkeit, auf den vollen Respekt,  dass All-Es, was ich im Andern sehe, auch „Ich“ selbst Bin. Ihr sehnt euch mehr denn je nach Einheit und das wird immer offensichtlicher, weil die Ersatzbefriedigungen weiter wegfallen und ihr ein Geschmack bekommt, dass das Versprechen einer echten Vereinigung möglich ist. Manche von euch haben das dramatisch und eindrucksvoll erleben können. Das Ego, welches noch in den alten Strukturen denkt, stürzt sich gierig auf diesen kostbaren Sternstunden und möchte sie archivieren, festhalten, einfrieren; so, dass sie immer neu wiederholbar werden. Ihr werdet feststellen, dass es keinen individuellen Beziehungsprozess mehr gibt, Alle- Alles, geht durch dieselben Prüfungen, dieselben Strukturen, dieselben Schatten. ALLE; erleben die gleiche Glückseligkeit, wenn sich für einen kurzen Moment das Ego zurückzieht und echte Begegnung von Herz zu Herz und Geist zu Geist im Tempel des Körpers möglich wird. Das ist nichts einzigartiges; Alle können und werden das erfahren und Alle werden deshalb in eine grosse Krise stürzen. Euer Ego will sich in seiner Einzigartigkeit suhlen; endlich habe ich DEN Partner gefunden, mit dem es anders wird. Endlich! Ich bin gesehen und erkannt und ich erkenne den Andern ganz. Und nach kurzer Zeit wiederholt sich das Drama, weil das Kollektiv der Menschheit noch keine neuen Formen erschaffen hat, welche Lichtbahnen gleich eine Spur vorgeben würden, wie das Neue gelebt werden könnte.

Man wird sich trennen- und wider zusammenkommen, in neuen Partnerschaften neu erleben und wider finden, in anderen Gesichtern. Die einzelnen Menschen sind dabei nur Wegweiser auf dem inneren Prozess, eines grossen Reingungsprozesses, der jeder Mensch zu gehen hat, der Liebe als Ahnung in sich trägt.

In der neuen Liebe werdet ihr zum Gefäss für ES; und alles was ihr noch für euch selber haben möchtet, wird sich verlieren, in der gemeinsamen Kraft, die ihr durcheinander potenziert, wenn ihr die alten Muster auflöst. Ihr werdet erstaunt sein, dass man sich trennt, ohne Schmerz und ohne Verhaftung, wenn dieser nächster Schritt für den einen oder andern von euch nicht möglich ist oder er ihn nicht zu gehen wünscht. Keine alten Schulden bleiben karmisch bestehen. Ihr seid frei und ihr erschafft JETZT einen Beziehungsraum der freien Liebe. Sie ist absolut bedingungslos und absolut verbindlich. Die Verbindlichkeit richtet sich nicht mehr auf die PERSON, sondern auf die Bereitschaft, den eigenen inneren Prozess selbstverantwortlich und in voller Tiefe zu bejahen.

Dies bedeutet natürlich, dass ihr eine grosse Arbeit zu verrichten habt, den als erstes müssen alle alten Glaubensmuster und Projektionen erkannt und aufgeräumt werden. BITTE, räumt auf, wo es aufzuräumen gilt; bei und MIT euren Eltern (auch wenn sie gestorben sind), bei euren Kindern, bei euren Expartnern und bei allen Menschen, die euch einmal in irgendwelcher Form verwundet haben und die ihr verwundet habt. Geht dorthin zurück, innerlich oder direkt, und berichtigt und klärt vor Ort diese Schmerzen. FÜHLT sie. Fühlt sie unbändige Wut, die Trauer, den Schmerz der in euch verborgen lebt für alles, was euch vorenthalten und in euch verdrängt wurde; für jeden Augenblick der Unwahrheit und der Lüge, die ihr für einen andern leben musstet oder einem Andern zugemutet habt. Das reicht. Wenn ihr den Schmerz ganz fühlt, dass fällt ihr sofort und unweigerlich in die Liebe. Zu genau all diesen Menschen. Und dieser erste Schritt der Heilung ist unerlässlich, ist das erste Tor der Heilung, um überhaupt in dieser Welt Beziehungsfähig zu werden!- oder wollt ihr noch länger mit Leichen, toten Kindern und längst verlorenen Ehepartnern verheiratet sein, ohne ihre schattenhaften Fragmente in eurer Herzensunschuld zu erkennen? Wie lange wollt ihr noch eure Kinder, eure Geschäftspartner, eure Geliebten damit bedrängen und zerstören, indem ihr mit der Brille der gespenstischen Vergangenheit auf sie blickt?

Und wie wollt ihr beginnen? Kein Weg öffnet diese Türe, ausser der vorbehaltslosen Erkenntnis, dass es anders keine Weiterentwicklung geben kann. Ihr werdet gleich maskenhaften Fratzen immer dieselben Dramen wiederholen und immer neue Menschen dazu benutzen, die alten Spiele fortzusetzen. Und immer weniger greift es und immer weniger sind Menschen dazu bereit. Und es macht keinen Spass mehr. Das bisschen Befriedigung, welches sich das Ego daraus bezieht, ist ein Staubkorn gegen das Versprechen von dem ihr wisst; das Versprechen einer neuen Partnerschaft. Diese neue Beziehung bezieht sich nicht mehr auf den Andern. Sie bezieht sich auf das Dritte zwischen euch; gleich einem Dienst an der Welt. Dieses Dritte aber, beinhaltet den ganzen Zauber nachdem ihr euch sehnt, denn der Gast zwischen euch IST die Liebe selbst. Ihr werdet beginnen, die Liebe anzubeten, und nicht euren Partner. Ihr werdet Geduld entwickeln, für seine mühevollen Schritte, so klein sie auch scheinen. Ihr werdet erbarmungslos und hart sein, wenn die Liebe es fordert und dem Andern nicht erlauben, seine alten Projektionen fortzuführen. Und ihr werdet dabei verletzt werden, immer aufs Neue, in einer Art und Weise, dass ihr sterben möchtet. WER wird verletzt? Es ist der Schwert des Todes, der das Alte besiegt und sterben lässt. Es ist ein Sterben. Und ihr wisst das und fühlt es und er erfüllt euch mit Grauen. Denn ihr wisst, dass es keinen Tod mehr gibt, der nicht schon in Lebzeiten vollzogen worden wäre. Euer ewiges Leben wird so sein, dass ihr fortwährend fortfährt, eure alten Spiele fortzusetzen- immer aufs Neue, nur werdet ihr nachtodlich keine Möglichkeit mehr haben, so schnell und selbstaktiv Erlösung herbeizuführen. Das ist die Hölle.

Was ihr jetzt erlebt, fühlt sich wie die Hölle an. Aber ihr ENTWICKELT euch daran, ihr ent- wickelt die ganze Menschheitsstruktur von Gewohnheiten und Erwartungen, ihr entwirrt die Vermischungen von Fremdbestimmung und  Fremdbeeinflussung und ihr schürft euch dabei frei von all dem, was eure Persönlichkeit im Gefängnis der Illusion bewahren möchte. Die grosse Illusion, das Liebe sich in der Person des Andern beantworten könnte. Ihr fährt alle Abwehrmuster auf, die es nur geben kann, um dieser Realität aus dem Weg zu gehen; Beschuldigungen, Abwehr, Flucht, Isolation, Hass, Kritik, Rückzug, Angriff, Manipulation, Kontrolle. Alle diese emotionalen Strukturen SEID IHR; seid ihr Menschen. Das ist eure REALITÄT. Die eine Realität, die ihr niemals sehen möchtet. So seid ihr beschaffen, das ist der Stoff aus dem ihr gewebt seid. Und wenn ihr ein neues Kleid sucht, dann muss der Stoff aus neuen Kräften erst gewoben werden, aus eurer eigenen Kraft, aus eurem Willen und aus kontinuierlicher Arbeit. Nicht weil ihr dann mehr lieben würdet- sondern damit mehr LIEBE in euch einziehen kann. Die Kräfte die dies ermöglichen sind : Mut, Ausdauer, Treue, Kompromisslosigkeit, Ehrlichkeit, Echtheit.

Und nur wenige werden diesen Weg weiter begehen. Viele schlafen ein, lassen sich von den ersten Gespenstern erschrecken, welche grotesk und zugegeben horrorhaft ihre wahren Gesichter zeigen. Alles wird sich zeigen und alles wird auf diesem Weg bloßgelegt. Das ist schwer zu verkraften und lässt euch verzweifeln. Hier braucht ihr Ruhe und innere Sicherheit, indem ihr immer wider in euch selbst zurücksinkt und wahrheitsgetreu hinterfrägt, was der Andere euch über euch Selbst zu sagen weiss.

Ihr braucht den Andern dabei, den Alleine seid ihr niemals befähigt, diese Strukturen aufzubrechen, es sei denn ihr wärt spirituelle Meister (der Meditation) , die sich selbst im Antlitz der eigenen Meisterschaft die dunkelsten Schatten spiegeln können. Sucht ihr stattdessen nur das Licht, ohne euch selbst in dem zu begegnen, was im Innern der De-codierung bedarf, gebt ihr Verantwortung ab. Überträgt ihr diese Aufgaben anderen Menschen, dann dürft ihr euch nicht wundern, wenn der Partner der den Weg willig mit euch gehen wollte, einen anderen Partner finden wird, der sich zur Treue einer Entscheidung so hineinstellt, dass er verantwortlich sein kann, für all seine eigenen inneren Bilder und Glaubensmuster.

Eines ist auf diesem Weg unabdingbar; ihr müsst ALLE Bilder fahren lassen, die ihr euch vom Andern und von Beziehung gemacht haben. Von euren Kindern und von einem jeglichen Projekt, das ihr anpackt. Ihr müsst es so gänzlich loslassen, dass ES in absoluter Reinheit und Klarheit ZU euch kommen kann, ohne das ihr es gemacht habt. Ohne dass ihr es gedacht habt. Ohne das ihr es wiederholen möchtet. Ohne dass ihr darin ein Ziel habt. Ohne dass ihr daraus einen Nutzen ziehen wollt. Gänzlich und vollkommen frei, von allen Vorstellungen. Wenn die Liebe zwischen euch einkehrt, dann wird es ungemütlich, denn als erstes zerstört sie ALLES, was ihr an Vorstellungen noch in euch trägt. Sie verbrennt euch, und ihr werdet leiden. Und ihr werdet ekstatisch jubeln. Und dann wieder leiden. Und so weiter, bis der letzte Rest von Asche noch verbrannt ist- und nichts mehr übrig bleibt, als eine unendliche, bedingungslose, treue und absolut verbindliche Liebe zu Allem und jedem SEIN auf dieser Erde. Wenn ihr noch selektiert, wenn ihr den einten lieber mögt als den andern, wenn ihr ausgrenzt und filtert, wenn der Andere nur so- und nicht so richtig ist..dann hat die Liebe euch noch nicht richtig durchgebrannt. Dann haltet ihr noch an Trennung, Separierung, und Exklusivität fest. Ein gutes Liebespaar, gute Eltern oder ein guter Lehrer wird man daran erkenne, in wie weit er nicht mehr favorisiert, bevorzugt, fördert, kritisiert- inwieweit er Alles in seiner Liebe umfassen und bestehen lassen kann. Er wird dabei nicht nett sein und auch nicht umgänglich. Er wird fordern, brüllen und toben. Er wird gütig sein und voller Geduld. Aber er wird niemals, niemals ein Ziel haben, welches zwischen ihm und dem anderen Menschen steht, er wird sich kein Bild machen und er wird in absoluter Offenheit das sehen, erkennen und in sein Herz nehmen was ist. Sein Herz wird gross genug sein, den Andern (innerlich) sterben zu sehen und ihn seine eigenen Wege gehen zu lassen. Er wird gelassen und voller Geduld wissen, dass wohin auch immer der Andere geht, er immer neu die Liebe erfahren wird; die Liebe die unbezähmbar, unvorhersehbar, unkontrollierbar ihren Wege nimmt und sich nicht darum schert, wie viele Tränen sie dabei verursacht. Sie fordert alles und noch mehr, sie fordert, dass aus All-Es NICHTS wird. Vollkommene Leere und Stille, Geistesruhe. In dieser vollkommenen, perfekten Ruhe wo alles geschehen ist und nichts mehr sein muss, gebiert sie sich aus ihrer eigensten transpersonalen Kraft in das zutiefst Menschliche. Und wenn dieser Tempel geöffnet wird, um andere Menschen, Projekte, Ideen und Geistesfunken als eine neue Art der geistigen Elternschaft zu begleiten, dann feiern wird ein neues Fest der Initiation, wo sich Menschen zusammen tun, – TUN- in einem willentlichen Akt und nicht in einer fremdbestimmten inneren Abhängigkeit.  Dann offenbart sich das Potential, das auf der Erde sichtbar machen wird, wohin ihr in der evolutionären Entwicklung als nächstes gerade hinstrebt. Nichts weiter als das- und dann, kommt das nächste. Und wieder gilt es zu sterben, und ein neues Fest zu feiern, wenn ein neues Leben erwacht. So war es immer und wird es immer sein. Nehmt euch dabei selbst nicht so wichtig, bewahrt eure Ruhe und Gelassenheit, und lasst mit euch geschehen, dass, was unweigerlich früher, oder später geschehen wird.

Weitergeleitet von Cordula Mears-Frei

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