Kategorie-Archiv: Stardust

Du Bist die Tür

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So lief sie alleine weiter, und manchmal begleitete sie ein Stück des Weges die junge Frau, die ihr lautlose Seelensprache berichtete; lauschend und zeitlos war ihre Gegenwart und nahm ihr ein Teil des Schmerzes und der Bürde. Die alte Hüterin des Lebens trat zu Weilen zu ihnen und öffnete ihren Blick hin zur Zukunft und manchmal murmelte sie undeutliche Worte vor sich hin die in etwa so klangen:

„Meine Tochter: Ich möchte dir antworten. Höre niemals auf, dich diesem Raum anzuvertrauen, dieses hinterste Zimmer in deinem Herzen dort, wo du den verborgenen Schmerz aller Menschen fühlst und zugleich weißt, dass es der Ort deiner tiefsten Lebendigkeit und Lebensfreude ist. Das ist kein Widerspruch, auch wenn es sich so anfühlt.

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Tantric stardust

Tantric stardust

Für die meisten von uns gehören Liebe und Sexualität unweigerlich zu einer Einheit, die tief in unserem Kultursystem verwurzelt ist. Für manchen ist deshalb Sexualität ohne Liebe ein undenkbarer Bruch eines heiligen Mythos. Andere sehen gerade in ihrer deutlichen Unterscheidung einen Weg, die reale Entmenschlichung in vielen Beziehungen zu heilen. Was aber wäre eine „von Liebe“ geführte Sexualität in individueller Freiheit und wie unterscheidet sie sich von einer emotional getriebenen Sache, die zwar im Sog der Gefühle verbindlich sein kann, das andere Wesen in seiner ursprünglichen Geschlechtlichkeit aber gar nicht zu berühren vermag?

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Vom einsamen Jäger—- Ein Mythos der Inuit

Der Mythos des einsamen Jägers

Von Cordula Frei

In der Inuit-Geschichte „die Skelettfrau“  führt uns Mary Inkalat in eine Einweihung des uralt- arachaischen Liebesaktes zwischen dem Männlich-Weiblichen.

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Sie beginnt mit dem kollektiven Verlust und der Verdrängung des ursprünglich Weiblichen:

…..Jahre vergingen, bis sich niemand mehr daran erinnern konnte, gegen welches Gesetz das arme Mädchen verstossen hatte. Die Leute wussten nur noch, dass ihr Vater sie zur Strafe von einem Felsvorsprung ins Eismeer hinabgestossen hatte und dass sie ertrunken war.

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Die Robbenfrau

Die Robbenfrau

Die Verbindung von Mann und Frau bedeutet fast immer einen Verlust für beide Seiten: Die Aufgabe des Ur-Weiblichen auf der einen, das Versäumen des Reif-Männlichen auf der anderen. In einer modernen Interpretation des Märchens von der Robbenfrau wird dieses Drama ebenso wie seine Erlösung deutlich.

von Cordula Frei

20198_644606782336350_8277781300147123531_n                                             artwork Carter Murdoch

In der Psyche der Frau und des Mannes leben  archaische Kräfte, an die wir  durch Märchen und  Mythen anknüpfen können. So lassen sich mithilfe lebendiger Seelenbilder alte Initiationskräfte auch in der heutigen Zeit neu integrieren . Das Märchen von der Robbenfrau, das uns hier dienen soll, ist  bei  keltischen Volksstämmen, bei den Eskimos und in Nordsibirien verbreitet. Aber auch Laurens van der Post hat in seiner Geschichte Der Sternenkorb ein ähnliches Motiv der Buschmänner in Afrika aufgegriffen. Die Geschichtenerzählerin Clarisssa Pinkola Estes führt uns eindrücklich in diese Welt:

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Soulskin- Leseprobe: …“das unbekannte Terrain“

Soulskin Leseprobe:

Unbekanntes Terrain

„The more thou dost advance, the more thy feet pitfalls will meet. The Path that leadeth on is lighted by one fire – the light of daring burning in the heart. The more one dares, the more he shall obtain. The more he fears, the more that light shall pale.“

– Helena Blavatsky

Suchend und nicht wissend, was genau es war, dass sie zu suchen glaubte, mit jedem Schritt tiefer den Ort in sich fühlend, den sie als Abgrund ihres Innenlebens mit gutem Grund immer vermieden hatte, so machte sie sich auf den Weg in die Tiefen ihres Unterbewusstseins, dort wo die Ängste und verdrängten Lebensimpulse wie Schatten auf ihren Besuch warteten. Die Reise hatte begonnen.

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gab ihm die mächtige Trommel seines Herzens zurück und schmiegte sich an ihn, Haut an lebendige Haut. So erwachten die beiden

Die Skelettfrau

Jahre vergingen, bis sich niemand mehr daran erinnern konnte, gegen welches Gesetz das arme Mädchen verstoßen hatte. Die Leute wussten nur noch, dass ihr Vater sie zur Strafe von einem Felsvorsprung ins Eismeerhinabgestoßen hatte und dass sie ertrunken war. So lag sie für eine lange Zeit am Meeresboden.

Die Fische nagten ihr Fleisch bis auf die Knochen ab und fraßen ihre kohlschwarzen Augen. Blicklos und fleischlos schwebte sie unter den Eisschollen, und ihr Gerippe wurde von der Strömung um- und um- und umgedreht. Die Fischer und Jäger der Gegend hielten sich fern von der Bucht, denn es hieß, dass der Geist der Skelettfrau dort umginge. Doch eines Tages kam ein junger Fischer aus einer fernen Gegend hergezogen, der nichts davon wusste. Er ruderte seinen Kajak in die Bucht, warf seine Angel aus und wartete. Er ahnte ja nicht, dass der Haken seiner Angel sich sogleich in den Rippen des Skeletts verfing! Schon fühlte er den Zug des Gewichts und dachte voll Freude bei sich: „Oh, welch ein Glück! Jetzt habe ich einen Riesenfisch an der Angel, von dem ich mich für lange Zeit ernähren kann. Nun muss ich nicht mehr jeden Tag auf die Jagd gehen.“

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Die Robbenfrau / Das Seehundfell

Die Robbenfrau

Die Verbindung von Mann und Frau bedeutet fast immer einen Verlust für beide Seiten: Die Aufgabe des Ur-Weiblichen auf der einen, das Versäumen des Reif-Männlichen auf der anderen. In einer modernen Interpretation des Märchens von der Robbenfrau wird dieses Drama ebenso wie seine Erlösung deutlich.

Von Cordula Mears-Frei

In der Psyche der Frau und des Mannes leben  archaische Kräfte, an die wir  durch Märchen und  Mythen anknüpfen können. So lassen sich mithilfe lebendiger Seelenbilder alte Initiationskräfte auch in der heutigen Zeit neu integrieren . Das Märchen von der Robbenfrau, das uns hier dienen soll, ist  bei  keltischen Volksstämmen, bei den Eskimos und in Nordsibirien verbreitet. Aber auch Laurens van der Post hat in seiner Geschichte Der Sternenkorb ein ähnliches Motiv der Buschmänner in Afrika aufgegriffen. Die Geschichtenerzählerin Clarisssa Pinkola Estes führt uns eindrücklich in diese Welt:

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Der Mythos des einsamen Jägers

Der Mythos des einsamen Jägers…..

Von Cordula Mears-Frei

In der Inuit-Geschichte „die Skelettfrau“  führt uns Mary Inkalat in eine Einweihung des uralt- arachaischen Liebesaktes zwischen dem Männlich-Weiblichen.

Sie beginnt mit dem kollektiven Verlust und der Verdrängung des ursprünglich Weiblichen:

…..Jahre vergingen, bis sich niemand mehr daran erinnern konnte, gegen welches Gesetz das arme Mädchen verstossen hatte. Die Leute wussten nur noch, dass ihr Vater sie zur Strafe von einem Felsvorsprung ins Eismeer hinabgestossen hatte und dass sie ertrunken war.

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