Kategorie-Archiv: Publikationen

the little girl, the mud and the prince

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Conversation with my little friend today after we cleared out the mud for the horses waterhole and had a lot of fun building a island in the creek for Mr and Mrs Frog : “ Ok, if i m a cowgirl i ll be a boss. But i need a leader“ . I ask her: “ What do you need a leader for?“ She thinks hard for a moment then answers : “ To be protected. And to tell him what to do“. ( A silent listener in the hammock nearby drops the remark “ that is commonly called A HUSBAND.) She however takes my hand and asks: “ Can you be my leader?“. I take her in my arm and respond; well yes, i can protect you. But if you need to “ tell someone around“ as you must, being a cowgirl boss, i think i m unsuitable. She is devastated. Who can she find her “ leader“? She hushes off to get some stuff done but returns soon asking if we can continue our conversation. Sure , i say. So how do i find him, she asks. Hmmmm, i say, i wished i knew. But if you continue to live your blessed little life the way you do sweetheart, i m sure he ll be standing at your door one day and teach you what a real guide has as a offering to give.❤️ ( She was 5. That sweet little tough cow- girl).

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Narrative Psychotherapie

Niemand der sich täglich Selbst neu erschafft, ist deshalb „verrückt“. Vielmehr problematisch ist es, in einer Welt zu leben, die auf den rigiden Fortbestand einer gefestigten persona besteht. Die Spannung zwischen Selbstkompetenz- und Selbstauflösung aus- zu-halten, in der Forschungsarbeit nach Drs. Hal und Sidra-Hal Stone „Der Prozess des Bewussten Ich “ benannt, erfordert eine einzige Art der Stabilität, während sich, ansonsten alles in fortwährender Neubewegung befindet. Diese Stabilität beantwortet sich in der Frage nach dem Gravitationspunkt, die jeder für sich Selbst, als Agenz wählt. Wenn wir Liebe als Wille wählen, uns immer neu zu erschaffen, in Frage zu stellen und im Erzählen neuer Geschichten, die alte Tradition ehren und zugleich zu erneuern, dann sind wir im wahrsten Sinne Performanz-Künstler die an der Schwelle von Gewordenem und Noch- Nie-Dagewesenem unser Zuhause erschaffen, welches aus Innerer Kraft Ausrichtung, Zentrierung und Ruhe vermittelt, während Fäden kosmischer Intelligenz durch unser Wesen weben und unsere Träume bereichern. Möglicherweise, eine neue Form von Psychotherapie oder Magie, wohl eher aber, irgendwann das, was Menschsein bezeichnen wird, in Etwa so, wie sich die Ureinwohner von Terra Australis mit ihren Songlines ein gleichzeitiges Universum von Rückbindung an archaische Tradition und aktive Performanz durch die Handlung des Songlines-Singens selbst erzeugten. Schematismus in der Postpostmoderne also, oder einfach, Erzeuger neuer Wirklichkeiten? –

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Ruf der Seele

Give thanks to those who are still going

‚first’. We are a singular organism and

everyone is very important – irreplaceable

in fact – but some of us literally serve as a

scouts or skin, living on the edge, being

the first ones to encounter new psychology,

new perception, new ways of seeing

and being. And just like skin, it is both

extremely pleasurable, full of sensation

and sometimes extremely dangerous ~

often the first thing that gets hurt or damaged

To survive at the surface of experience,

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Die Hüterin des Lebens

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Zuweilen, wenn sie sich dem Schmerz über ihr herausgerissenes Herz so ausgeliefert fühlte, dass ihr der Wahnsinn bedrohlich nahe kam, erschien an ihrer Seite die alte Frau, die ihr so oft schon beigestanden hatte. Sie nannte sie die Schwarze Mutter des Todes.

Zum ersten Mal war sie ihr am Strand begegnet, wo sie mit einer Gruppe von jungen Menschen freudig und ausgelassen tanzte. Die große Mutter stand oben auf der Klippe ernst und still, in ein schwarzes Kleid gehüllt und blickte mit dem Rücken ihr zugewandt auf das weite Meer. Als junges Mädchen fürchtete sich vor ihr, so wie sie sich viele Jahre später immer noch graute, wenn sie ihr in Träumen erschien, denn sie kam immer, um den Abschied zu kündigen und Raum für Neues zu schaffen. Ihre Gestalt war hager und gebückt und sie schien uralt. Ihre Gegenwart störte die Ausgelassenheit und Freude des jungen Mädchens und sie brachte einen Missklang in ihr leichtes Spiel, gleich einer Vorbotin des Unglücks in ihrem unbefangenes Mädchensein. Sie wusste, dass diese Gestalt alles verloren hatte, was es zu verlieren gab, und ein unheimliches Gefühl ging einher mit ihrer ernsten wissenden Präsenz. Wie oft hatte sie diese Begegnung gefürchtet? In den Nächten, in denen sich ihr Körper hin und her wälzte und keine Ruhe fand, begann sie mit der jungen Frau zu sprechen, die sie selbst einst war.

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Vom einsamen Jäger—- Ein Mythos der Inuit

Der Mythos des einsamen Jägers

Von Cordula Frei

In der Inuit-Geschichte „die Skelettfrau“  führt uns Mary Inkalat in eine Einweihung des uralt- arachaischen Liebesaktes zwischen dem Männlich-Weiblichen.

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Sie beginnt mit dem kollektiven Verlust und der Verdrängung des ursprünglich Weiblichen:

…..Jahre vergingen, bis sich niemand mehr daran erinnern konnte, gegen welches Gesetz das arme Mädchen verstossen hatte. Die Leute wussten nur noch, dass ihr Vater sie zur Strafe von einem Felsvorsprung ins Eismeer hinabgestossen hatte und dass sie ertrunken war.

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Unterwegs zwischen Sternen und Tälern…

Der Wald und die Wiesen explodieren mit Gerüchen, die nach jedem Wegschritt, den ich nun wandere in neuen Nuancen durch mich hindurch strömen. Geissblatt, Brennnesseln, Himbeere und Brombeerblätter, der feuchte Moosboden, die ersten frisch gemähten Wiesen mit ihrem unwiderstehlich würzigem Duft. Dann steigt mir kurz eine Wolke von Pferdedampf in die Nase, hier und da, sehe ich die wilden Jungtier- Herden über die Wiesen galoppieren, dann mischt sich der Duft mit frischen Wildsauspuren, ich sehe ihren Schlafplatz und laufe barfuss weiter, an riesigen Ameisenhügeln vorbei,  die Hündin jagt indes wieder Rehe.  Die Schuhe habe ich längst liegen gelassen. Dort, am Himmel stösst ein Falke in die Luft und auf der Wiese grasen Störche nach Würmern.

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Die Robbenfrau

Die Robbenfrau

Die Verbindung von Mann und Frau bedeutet fast immer einen Verlust für beide Seiten: Die Aufgabe des Ur-Weiblichen auf der einen, das Versäumen des Reif-Männlichen auf der anderen. In einer modernen Interpretation des Märchens von der Robbenfrau wird dieses Drama ebenso wie seine Erlösung deutlich.

von Cordula Frei

20198_644606782336350_8277781300147123531_n                                             artwork Carter Murdoch

In der Psyche der Frau und des Mannes leben  archaische Kräfte, an die wir  durch Märchen und  Mythen anknüpfen können. So lassen sich mithilfe lebendiger Seelenbilder alte Initiationskräfte auch in der heutigen Zeit neu integrieren . Das Märchen von der Robbenfrau, das uns hier dienen soll, ist  bei  keltischen Volksstämmen, bei den Eskimos und in Nordsibirien verbreitet. Aber auch Laurens van der Post hat in seiner Geschichte Der Sternenkorb ein ähnliches Motiv der Buschmänner in Afrika aufgegriffen. Die Geschichtenerzählerin Clarisssa Pinkola Estes führt uns eindrücklich in diese Welt:

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A woman s descent to the sacred

“ Ich liebe dich wie eine Göttin“- flüsterte sie zu mir im Traum- während ich sie umarmte.
Die Umarmung war Einheit, Transzendenz und Segen zugleich. Als ich aufwachte fühle ich noch die Qualität dieser Geste und spüre den Worten nach…ich liebe Dich wie eine Göttin…als wärst Du eine Göttin?- nein, eher: “ ich liebe Dich wie ich eine Göttin lieben würde“.

Was soll das heissen? Dieser Moment mit einem Menschen mit dem ich „verstritten“ bin, aus dessen Leben ich gegangen bin, weil mein innerer Impuls mich dazu drängte (wie so oft) …, ein Mensch von dem ich seit Tagen träume und mich als Geist in seinen Räumen, seinem Leben bewege (bewegen muss, im Traum)….dieser Mensch und mein Menschsein haben es heute Nacht „bewirkt“, sich gegenseitig in der Art zu umarmen, zu versöhnen, sich füreinander zu bekennen. Wer ist die Göttin, in diesem Augenblick? Sie? Ich? ES?

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