Alle Beiträge von cordula

Integration wird möglich, wenn wir erkennend unsere verdrängten Wesensanteile wieder in uns lebendig werden lassen und umfassende Ganzheit im eigenen Geschlecht; die Vereinigung des universell Männlich-Weiblichen in der eigenen Seele führt zur Freiheit das grundlegend Menschliche als tragende Kraft beider Polaritäten in sich zu vereinen. An dieser Stelle wird deutlich, das ein jedes persönliche Gefühl, welches wir in uns bewegen, auch eine transpersonale- kollektive Kraft ist, welche die Vielheit der Gesichter Gottes wiederspiegelt. Unser Persönliches loszulassen und in die grundlegende Verbundenheit hinter jeglicher Identifikation unseres Egos zu springen, erfordert grossen Mut. Diesen Mut finden wir in dem zweigleisigen Weg der absoluten und unausschliesslichen Begegnung mit allen persönlichen Formen der Menschheit – und des gleichzeitigen Erkennens der transpersonalen Qualität “einer” Menschheit, die wir alle sind. Hier endet Separation und Abgrenzung und wir kehren zurück zur Quelle der allumfassenden Einheit jenseits der Dualität.- Cordula Delia Frei

Die Robbenfrau / Das Seehundfell

Die Robbenfrau

Die Verbindung von Mann und Frau bedeutet fast immer einen Verlust für beide Seiten: Die Aufgabe des Ur-Weiblichen auf der einen, das Versäumen des Reif-Männlichen auf der anderen. In einer modernen Interpretation des Märchens von der Robbenfrau wird dieses Drama ebenso wie seine Erlösung deutlich.

Von Cordula Mears-Frei

In der Psyche der Frau und des Mannes leben  archaische Kräfte, an die wir  durch Märchen und  Mythen anknüpfen können. So lassen sich mithilfe lebendiger Seelenbilder alte Initiationskräfte auch in der heutigen Zeit neu integrieren . Das Märchen von der Robbenfrau, das uns hier dienen soll, ist  bei  keltischen Volksstämmen, bei den Eskimos und in Nordsibirien verbreitet. Aber auch Laurens van der Post hat in seiner Geschichte Der Sternenkorb ein ähnliches Motiv der Buschmänner in Afrika aufgegriffen. Die Geschichtenerzählerin Clarisssa Pinkola Estes führt uns eindrücklich in diese Welt:

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..und wer sich liebt der niemals scheidet…

Trennung – „..und was sich liebt soll niemals scheiden..“

Die Beziehung zwischen Mann und Frau, Geschlechterrollen und das Ringen um eine glückende Partnerschaft waren das Schwerpunktthema von info3 im Juni diesen Jahres. Unser diesmaliges Titel-Thema bildet eine Art Gegenstück dazu mit dem Thema „Trennung“. Dabei ist unser Artikel kein Beitrag, um Trennung zu vermeiden, sondern will eine Hilfe sein, wenn Trennung bereits im Raum steht oder vollzogen ist, eine Neuorientierung aber der inneren Verwirrung wegen erschwert ist. Cordula Mears-Frei zeigt hier auf, wie diese oft zu spürende inneren Zerissenheit in Trennungssituationen durch den Voice-Dialoge-Ansatz verständlicher wird. Er geht davon aus, dass in jedem von uns eine ganze „Familie“ von Teil-Selbsten lebt, die sich mit ganz unterschiedlichen Stimmen um das zentrale Selbst sorgen, Überlebensstrategien für uns entwickeln – und dabei oft auch widersprüchlich agieren. Wohl gemerkt: alle Stimmen, die im Folgenden zu „hören“ sein werden, stammen aus dem eigenen Inneren von Frauen, die sich in Trennungssituationen befinden. Obwohl dieser Beitrag bewusst und ausdrücklich aus weiblicher Perspektive verfasst ist, werden ihn sicher auch Männer mit Gewinn lesen.

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Interview mit einer Pferdeflüsterin

Entwicklung innerer Wahrnnehmung durch das Medium Pferd-

Seit gut zehn Jahren arbeitet sie praktisch täglich mit Pferden und Kindern: Myriam Zahrte lehrt Pferdekommunikation, gleichzeitig ist sie Waldorferzieherin und Heilpädagogin. Die Mutter von vier Kindern und lebt mit ihrer Familie auf  Hof Zahrte bei Schopfheim, wo die Pferde ohne geschlossene Boxen in einem offenen Stall-Gehege mit viel Freiraum und großzügigen Weiden gehalten werden. Über ihre Erfahrungen mit dem „Wesen  Pferd“ in der pädagogischen Arbeit sprach mit ihr Cordula Mears-Frei.

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Der Mythos des einsamen Jägers

Der Mythos des einsamen Jägers…..

Von Cordula Mears-Frei

In der Inuit-Geschichte „die Skelettfrau“  führt uns Mary Inkalat in eine Einweihung des uralt- arachaischen Liebesaktes zwischen dem Männlich-Weiblichen.

Sie beginnt mit dem kollektiven Verlust und der Verdrängung des ursprünglich Weiblichen:

…..Jahre vergingen, bis sich niemand mehr daran erinnern konnte, gegen welches Gesetz das arme Mädchen verstossen hatte. Die Leute wussten nur noch, dass ihr Vater sie zur Strafe von einem Felsvorsprung ins Eismeer hinabgestossen hatte und dass sie ertrunken war.

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